Solarwelle - Bürgerstrom

Nachhaltige Marktwirtschaft

Energieautonomie - Bürgerstrom
POWER TO CHANGE - 100%

100% Erneuerbare Energie ist möglich!
Von 1990 bis 2019 konnte in Deutschland der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von ca. 3% auf über 46% gesteigert werden. Im Corona-Pandemie-Jahr 2020 lag dieser Anteil zwischenzeitlich bei über 55%. Niemand hätte das damals für möglich gehalten. In den Sektoren Wärme und Verkehr sind die Veränderungsprozesse leider sehr ernüchternd.

Datensammlung Umweltbundesamt

Den gesamten Bericht finden Sie hier.


Das Umweltbundesamt veröffentlicht fortlaufend aktuelle Daten zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien in allen Sektoren.

UBA: Erneuerbare Energien in Zahlen

Erneuerbare Energie: Anteile in den Sektoren Strom, Wärme, Verkehr

Aktuelle und qualitätsgesicherte Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland sind ein wichtiger Baustein zur Bewertung der Energiewende. Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) stellt diese Daten bereit und arbeitet an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Daten-basis erneuerbarer Energien.

Überblick; Quelle UBA

Die Energiewende verändert Deutschland. Um den Fortschritt des Ausbaus der erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Verkehrsbereich aktuell zu dokumentieren finden Sie in den folgenden Abschnitten aktuelle Jahresdaten im Überblick sowie detaillierte Informationen zu den Sektoren Strom, Wärme, und Verkehr. Aufbauend auf diesen jährlichen Daten wird auch die Emissionsbilanz erneuerbarer Energien erstellt. Zusätzlich informieren Monats- und Quartalsberichte über die Entwicklung der erneuerbaren Energien in den letzten Monaten.


Status Quo der erneuerbaren Energien

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 452 Terawattstunden (1 TWh entspricht dabei 1 Milliarde Kilowattstunden) aus erneuerbaren Energien bereitgestellt, dies entspricht über 17 Prozent des Brutto-Endenergieverbrauchs in Deutschland. Von dieser Energiemenge entfielen etwa 54 Prozent (oder 244 TWh) auf die Stromproduktion, ca. 39 Prozent (oder 176 TWh) auf den Wärmesektor und etwa 7 Prozent auf biogene Kraftstoffe im Verkehrsbereich (32 TWh).

 

Preisentwicklung der EEG-Vergütung für Photovoltaik

Dabei wurde insbesondere der Solarstrom um bis zu ca. 90% billiger, u.a. wegen der Skaleneffekte der Massenproduktion und des technologischen Fortschritts. Und wir stehen 20 Jahre später - im Jahr 2020 - immer noch erst am Anfang der solaren Revolution.

Wissen Sie, dass Solarstrom nach dem EEG-Gesetz im Jahr 2004 mit  57,40 ct/kWh vergütet wurde? Wissen Sie, dass Solarstrom bei Anlagengrößen bis 750 kWh mit Stand Oktober 2020 mit nur noch ca. 6,34 - 9,04 ct/kWh (Marktprämienmodell) vergütet ist? 
(Quelle Bundesnetzagentur)

Bei der Ausschreibungsrunde im Juli 2020 für große Solaranlagen wurde die Vergütung auf mittlerweile 5,18 ct/kWh des durchschnittlichen, mengengewichteten Zuschlags-wertes gesenkt. (Quelle Bundesnetzagentur)

Wir reden von Preisen in Deutschland!! (Bildnachweis Bundesnetzagentur Link).

Der Preis pro kWh für Solarstrom liegt mittlerweile unter dem Preis für die "Beschaffung, Vertrieb, Marge" von Haushaltsstrom.

Nur scheinbare Transparenz beim Strompreis

Leider gibt es bei dem Posten "Beschaffung, Vertrieb, Service, Dienstleistungen, Marge" keine Transparenz. Wir erfahren nicht, wie sich dieser Posten  im Detail zusammensetzt.

Monitoringbericht
der Bundesnetzagentur

In dieser Broschüre sind die Verbraucher-Kennzahlen des Monitoringberichts Energie 2019 der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts zusammengestellt. Sie betreffen die Erzeugung und in der Strom- und Gasversorgung die Preise und Netzentgelte, den Lieferantenwechsel, aufgetretene Versorgungsstörungen und Sperrungen von Haushaltskunden.


Das hängt mutmaßlich auch mit der
Verquickung der niedrigen Preise an der Strombörse zusammen. Es entsteht der Eindruck einer separaten, zusätzlichen Vergütung des EEG-Stroms in Form einer gesonderten "staatlichen Abgabe oder Umlage". Dabei ist die EEG-Vergütung ein Preis für die Beschaffung von Strom.
Im Jahr 2021 wäre es möglich, Strom aus Photovoltaik massenhaft auch direkt zu vertreiben. Es bedürfte keiner EEG-Vergütung mehr. Da das EEG-Gesetz und andere Vorschriften viel zu komplex sind, stehen dem Direktvertrieb für "kleine Marktteilnehmer" derzeit mächtige Hürden entgegen.

Je schwieriger und dringlicher die Fragestellungen beim Klimawandel werden, desto mehr Einsicht wird eventuell auch bei Politik, Wirtschaft und Verbrauchern reifen, dass Konzepte zu mehr Bürgerstrom möglich sein werden.

 

Fraunhofer Institut ISE
Preisentwicklung
EEG-Vergütung

Mehr Faktenchecks zur Photovoltaik - Solarstrom

Zitat ISE: Wozu dieser Leitfaden? Deutschland lässt das fossil-nukleare Energiezeitalter hinter sich. Photovoltaik (PV) wird in unserer nachhaltigen Energiezukunft eine zentrale Rolle spielen. Die vorliegende Zusammenstellung aktueller Fakten, Zahlen und Erkenntnisse soll eine gesamtheitliche Bewertung des Photovoltaik-Ausbaus in Deutschland unterstützen. Aktuelle  Fakten  zur  Photovoltaik  in  Deutschland,  Fraunhofer  ISE,  Download von www.pv-fakten.de, Fassung vom 22.09.2020

Und wir haben noch weiteres Potenzial auf 4 ct/kWh und weniger in Deutschland zu erwarten, wenn wir nicht nachlassen,
nachhaltige Marktwirtschaft
zuzulassen und sich Photovoltaik in großem Stil auch hierzulande entfalten darf. Der Energiemarkt ist weiter in Bewegung.
100.000de Menschen haben sich bereits an einem Bürgerprojekt für Sonne, Wind oder Wasser persönlich beteiligt. Sie produzieren "ihren eigenen" Strom. Dauerhaft über Jahrzehnte.

Ähnliche Vorgehensweisen können wir auch bei der Wärme-/Kälteenergie oder bei der Mobilität durchführen. Aber auch bei der Infrastruktur und der Speicherung.


Hierzu bedarf es neben einer neuen Energiearchitektur auch einer neuen Finanzarchitektur. Neue Finanzierungsmodelle werden den Bankensektor revolutionieren. Dass wir weg kommen müssen vom klassischen Bankenmodell, ist jedem seit der Finanzkrise 2008 und der quasi Zinslosstellung der Geldvermögenswerte bewusst.

Altersvorsorge durch Energievorsorge. Wenn es von der Politik und den bestehenden Institutionen zugelassen wird, beides miteinander zu verbinden, werden wir neben den ökologischen und ökonomischen positiven Effekten auch deutliche soziale positive Auswirkungen erleben. Solche Modelle könnten in der gesamten EU und weltweit umgesetzt werden.

Ihr Dietmar Helmer